Hartglas

Das Härten von Glas besteht darin, das Glas auf die sogenannte Erweichungstemperatur (630-640 °C) zu erhitzen und in einem Druckluftstrom abzukühlen. Das Härten von Glas dauert ein paar Sekunden, danach muss es nur noch auf Raumtemperatur abgekühlt werden. Dadurch entstehen in der Oberflächenschicht Dehnungs- und Druckspannungen, was die Festigkeit des Glases deutlich erhöht; vorgespanntes Glas ist sicherer, weil es bei Bruch in kleine Splitter und nicht in Nadeln zerfällt. Es wird u.a. auf Autoscheiben verwendet.

Glas wird aus drei Gründen gehärtet

  • erhöhte mechanische Festigkeit – bis zu 3-mal schlagfester als gewöhnliches Glas
  • erhöhte Wärmebeständigkeit – bis zu 4-mal höher als gewöhnliches Glas (bei einfachem 4 mm Floatglas beträgt der Anwendungsbereich von vorgespanntem Glas -50 bis +200 Grad C, wo bei gewöhnlichem Glas gleicher Dicke: -20 bis +50 Grad C)
  • gehärtetes Glas ist ein sicheres Glas, es bricht in kleine Stücke, wodurch die Verletzungsgefahr ausgeschlossen wird. Außerdem hat jedes gehärtete Glas bearbeitete Kanten (abgestumpft oder geschliffen), so dass es sicher in den Händen gehalten werden kann.
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